Viele kleine Rädchen machen ein Getriebe.

Die Weltwirtschaft wächst rasant – seit Beginn der landwirtschaftlichen Revolution, über die Industrialisierung, im Übergang zur Globalisierung, heute gipfelnd in der Digitalisierung. Ressourcenschonung, Umweltschutz, aber auch Themen wie Arbeitnehmerschutz und Arbeitssicherheit wurden und werden dabei vernachlässigt. Ob ein Produkt gut für seine Käufer ist, oder nicht, spielt keine entscheidende Rolle bei der Frage, ob es auf den Markt kommt, oder nicht. Erste multimedial behandelte Thema waren Waldsterben, Atomkraft und Ozonloch – der Abgasskandal, Lebensmittelbetrug und globaler Waffenlobbyismus sind hochaktuelle Themen.

Ursachen und Folgen dieser globalen Entwicklungen sind in der öffentlichen Berichterstattung präsent: beschleunigte Klimaerwärmung, Anstieg des Meeresspiegels, großflächige Rodungen, Verschmutzung der Meere, Wasserknappheit, Flüchtlingswellen – die Liste ließe sich fortführen. Die Zustände in Entwicklungs – und Schwellenländern sind teilweise unmenschlich, obwohl deren Bevölkerung einen großen Teil zu unserem Wohlstand beiträgt. Politik und Wirtschaft müssen die Frage beantworten, ob es zulässig ist, wirtschaftliche Interessen zum Selbstzweck durchzusetzen und hinter globalen Gemeininteressen zurückzustellen. Wir selbst können nicht länger so leben, wie bisher – auf Kosten anderer und zu Lasten unseres Planeten.

In Zukunft werden sich Staaten, Gesellschaften, aber eben insbesondere auch Unternehmen mehr daran messen lassen müssen, inwieweit sie an Missständen beteiligt sind. Zugleich hängt unternehmerischer Erfolg mehr denn je davon ab, ob nachhaltig gewirtschaftet wird, bzw. wie sich auf kommende Veränderungen und Bedürfnisse der Erde und seiner Bewohner vorbereitet wurde. Schon heute gibt es hierfür Kennzahlen, die zur Bewertung von Unternehmen verwendet werden.

BÜSCHgreen greift diesen Ansatz jetzt auf, weil es uns wichtig ist, einen Teil dazu beizutragen, unsere Welt besser und widerstandsfähiger zu machen. Die Allianz unterstützt uns mit ihrem eigenen Anspruch an Nachhaltigkeit und Zukunftssicherung, nachzulesen u.a. im Konzern-Nachhaltigkeitsbericht.

Wir möchten als Vorreiter wahrgenommen werden, mit gutem Beispiel vorangehen, als solcher agieren und andere, sowohl Kunden, aber auch Kollegen begeistern, es uns gleich zu tun. Dabei geht es nicht um den „erhobenen Zeigefinger“. Wir werden es nicht schaffen, ein über Jahrhunderte gewachsenes System von innen heraus umzukehren. Dennoch beginnt Veränderung oft im Kleinen, bei jedem einzelnen. BÜSCHgreen setzt sich Ziele, möchte angesprochen werden, möchte wachrütteln und zum Nach- Um- und Mitdenken anregen.

BÜSCHgreen wird hier als erste Allianz Generalvertretung überhaupt dieses Thema aufnehmen. Wir tun das aus einer Position der Stärke heraus, weil wir nicht erst aktiv werden dürfen, wenn es zu spät ist und wir tun es, weil wir der festen Überzeugung sind, dass Sie die Liebe zu unserem schönen Planeten teilen.

Wie wir das tun, welche (alten und neuen) Wege wir dabei mit Ihnen gemeinsam beschreiten wollen – das erfahren Sie auf diesen Seiten. Viel Spaß!

Veränderung
45%
Nachhaltigkeit
85%
Verantwortung
100%

"ESG-Faktoren sind nicht-finanzielle Faktoren, die unsere Geschäftsaktivitäten beeinflussen und von diesen beeinflusst werden können. Wenn sie nicht angemessen behandelt werden, können sie zu erheblichen Risiken eskalieren."

Allianz Nachhaltigkeitsbericht 2018

ESG

ESG steht für ENVIRONMENTAL, SOCIAL und GOVERNANCE – also UMWELT, SOZIALES und UNTERNEHMENSFÜHRUNG. ESG möchte also ausdrücken, in welchem Umfang bei unternehmerischen Entscheidungen, in der Produktfindung, aber auch in der unternehmerischen Praxis , wie z.B. in der Unternehmens- und Personalführung, Themen wie Umweltschutz, Ressourcenschonung, sozial-gesellschaftliche Aspekte Berücksichtigung finden. Eine ESG – Analyse trifft demnach Aussagen zur spezifischen Nachhaltigkeit, mit der sich ein Unternehmen, oder ein Investor im Markt bewegt.

ENVIRONMENTAL

Mit dem Pariser Klimaabkommen hat sich die Staatengemeinschaft entschlossen, den CO² Ausstoß weltweit zu reduzieren. Ziel ist es, die beschleunigte Klimaerwärmung massiv abzubremsen. In der Konsequenz verpflichteten sich die Regierungen, deren Gesetzgebung derart zu verändern, bzw. Rahmenbedingungen zu schaffen, die den CO² – Ausstoß reduzieren. Die Staatengemeinschaft ist der Überzeugung, dass die Kosten der Vermeidung von Klimaerwärmung geringer sind, als die Kosten, die auf sie zukommen, wenn weiter ohne jede Rücksicht produziert und verbraucht wird. Für Unternehmen gilt das 1:1, denn würden Unternehmen heute schon an den Folgekosten für Umweltverschmutzung und Ressourcenverbrauch real beteiligt, würden deren Produkte teilweise nicht mehr marktfähig sein. Ein Unternehmen mit nicht marktfähigen Produkten würden Sie sicher nicht in Ihr Aktienportfolio aufnehmen, oder? Insofern spielt das E in ESG eine wichtige Rolle bei der Anlageentscheidung für, oder gegen ein Produkt.

SOCIAL

Selbst hochwertige Kleidung wird in Drittstaaten zu Bedingungen produziert, die für uns hier nicht vorstellbar sind. Große IT-Unternehmen lassen ihre sündhaft teuren Mobiltelefone in Asien zu Niedriglöhnen produzieren.

Soziale Aspekte sind wichtig, weil es Risiken birgt, seine Produkte in Gesellschaften produzieren zu lassen, in denen Zwang und Ausbeutung herrschen. Eine Textilfabrik in der bei einem Feuer hunderte Mitarbeiter sterben ist weder ein guter Werbeaufhänger, noch kostengünstig – im Gegenteil. Es befleckt das Ansehen eines Unternehmens und gefährdet seinen Geschäftserfolg. Wir achten darauf immer mehr. BIO- und FAIRTrade erleben Rekordwachstumsraten nicht von ungefähr. Wir wollen nicht länger schuld daran sein, dass Menschen für unseren Wohlstand leiden.

GOVERNANCE

Die Versicherungsbranche ist in den letzten 10 Jahren massiv reguliert worden. Reguliert heißt, dass neue und faire Maßstäbe an unsere Produkte und vor allem unsere Kundenberatung gelegt wurden, die verbindlich gelten und eingehalten werden müssen, sonst drohen Strafen und der Entzug der Geschäftserlaubnis. Aber auch Themen wie Personalführung und der Umgang mit der wichtigsten Ressource einer jeden Firma, dem Menschen werden immer wichtiger. Zum einen, weil gut ausgebildetes Personal schwer zu finden ist, aber auch, weil niemand Kunde bei einem Unternehmen sein möchte, das seine Mitarbeiter ausbeutet, oder das ungerechte Führungsrichtlinien hat. Würden Sie Produkte eines Unternehmens kaufen, dass mit Diktaturen Geschäfte macht, das Menschen ausbeutet, wenn Sie davon wüssten?

Links: Was ist Nachhaltigkeit? // Der ESG-Ansatz der Allianz

LESETIPPS

Yvonne Hofstetter – Das Ende der Demokratie

Yvonne Hofstetter – Das Ende der Demokratie

Immer öfter schlüpfen Maschinen in die Rolle des Menschen. Niemand kann sich mehr sicher fühlen. Auch ein Politiker nicht.

"Eine bestechende Analyse" - Frankfurter Allgemeine Zeitung

Colin Crouch – Die bezifferte Welt

Colin Crouch – Die bezifferte Welt

Wie die Logik der Finanzmärkte das Wissen bedroht.

"Einer der scharfsinnigsten Kritiker des Neoliberalismus" - Die Zeit

Richard David Precht – Jäger, Hirten, Kritiker

Richard David Precht – Jäger, Hirten, Kritiker

Die Zukunft kommt nicht - sie wird von uns gemacht! Die Frage ist nicht: Wie werden wir leben? Sondern: Wie wollen wir leben.

Ernst Ulrich von Weizsäcker – Faktor Vier

Ernst Ulrich von Weizsäcker – Faktor Vier

Der Umweltschutz, von der Wirtschaft immer als Kostenfaktor gefürchtet, ist längst dabei, zum Nutzenfaktor zu werden. Die Autoren machen sich für eine Effizienzrevolution stark, die dazu führen soll, daß wir die Naturgüter mindestens viermal besser nutzen als bisher.

Nachhaltige Geldanlage

Das „magische Dreieck“ der Kapitalanlage war gestern. Die Entscheidung ob eine Geldanlage die Richtige für Sie ist, trafen Sie anhand der drei Punkte Sicherheit, Rentabilität, Verfügbarkeit. Je nachdem, wie wichtig Ihnen der Kapitalerhalt ist, wie viele Schwankungen Sie in Ihrem Depot tolerieren können und je nachdem, welchen Zinssatz Sie in welcher Zeit erwarten, haben Sie eine Entscheidung getroffen, wo und wie Sie Ihr Geld anlegen. Dabei ging eine Fokussierung zugunsten des einen Anlagekriteriums immer zu Lasten des anderen. Investoren, Fachleute und die Finanzstrategen haben aus dem Dreieck ein Viereck gemacht – die Kriterien Sicherheit, Rentabilität und Liquidität sind ergänzt durch den Eckpunkt Nachhaltigkeit.

Unsere Kunden fragen heute nicht mehr nur nach Zinsen, Anlagedauer und Verfügbarkeit. Nicht nur die junge Generation der sog. Millennials fragt danach, wo wir Gelder anlegen, in welchen Branchen wir Gewinne machen und ob diese Branchen ihren ganz eigenen Ansprüchen an Fairness, Gerechtigkeit gerecht werden.

Der Anspruch der Allianz an eigene Investitionsprojekte ist hoch: Langfristige Wertschöpfung ermöglichen, zugleich aber auch, einen Beitrag zu positivem Fortschritt leisten, das ist der Anspruch der Allianz. Darum schließt sie bestimmte Investitionen grundsätzlich aus. Keine Investments im Bereich biologischer und chemischer Waffen, Anti-Personen-Minen, Streubomben und Atomwaffen. Investitionen in Unternehmen, die mehr als 30% ihres Umsatzes aus Kohlebergbau generieren, oder mehr als 30% ihres Stroms aus Kohle gewinnen, oder durch den umfangreichen Zubau von Kohlekraftwerken das Zwei-Grad-Ziel gefährden.

"Durch das Angebot der Online- und Telefonberatung haben wir unsere gefahrenen Km p.a. um über 25% reduziert. Dazu trägt bei, dass wir ein Büro in zentraler Lage betreiben, was Anfahrtswege optimiert und die Nutzung des ÖPNV erleichtert."

Gunnar Büsch - BÜSCHgreen

GANZ KONKRET

Die Büsch OHG ist eine Personengesellschaft (OHG). Die Gesellschafter Nicole und Gunnar Büsch haften persönlich mit ihrem gesamten Vermögen. Wir haben keine Aktionäre, aber auch keine Einrichtungen zur Arbeitnehmermitbestimmung, keinen Aufsichtsrat, keinen Betriebsrat. Jede Unternehmensentscheidung und ihre Folgen betreffen uns, unser Team und unsere Kunden ganz direkt.

Weil wir persönlich der Überzeugung sind, dass nur zufriedene Mitarbeiter gute Mitarbeiter sind und weil unser Unternehmenserfolg eben von zufriedenen Kollegen abhängt, brauchen wir keine Kontrollmechanismen. Dafür zu sorgen, dass unsere Mitarbeiter gern zur Arbeit kommen liegt in unserem ganz eigenen Interesse.

Den Energieverbrauch, sei es für Strom, aber eben auch für Papier, Wasser und Kraftstoff zu senken, ebenfalls, denn wir sparen damit langfristig Kosten ein.

Uns im Kiez zu engagieren, Projekte für Bildung, Information, Umwelt und Lebensraum aufzuspüren, oder zu initiieren, diese zu fördern haben wir uns vorgenommen.

Was tun wir also ganz konkret und wo wollen wir hin?

Für unsere Mitarbeiter

  • Flexible Arbeitszeiten
  • Möglichkeit des „Home-Office“
  • Betriebliche Altersvorsorge inkl. Arbeitgeberzuschuss
  • Attraktive und gesunde Arbeitsplatzgestaltung
  • Fortbildungsmöglichkeiten
  • Regelmäßige Feedbackgespräche

Für die Umwelt

  • Ökostrom
  • LED wo es geht
  • Nutzung von Car-Sharing
  • Verkleinerung (Leistung/Verbrauch) der Unternehmensflotte
  • Papiervermeidung – digitales Büro
  • Online- und Videoberatung
  • Ausnutzung der Möglichkeiten digitaler Agenturprozesse
  • Vermeidung von Ausgangspost in Papierform
  • Verweigerung der Annahme von Paketen von AMAZON

Ziele

  • Umstellung auf 100% Elektro-Mobilität im Außendienst bis 2020
  • Noch flexiblerer Einsatz unseres Teams
  • Wiederaufnahme der Berufsausbildung für Berufseinsteiger (BÜSCH OHG ist bereits Ausbildungsagentur)
  • Schaffung eines Netzwerkes „Grüne Brunnenstraße“

Ergebnisse

  • Durch die Verkleinerung der Flotte in den Geschäftsjahren 2017/18 konnten wir den Kraftstoffverbrauch um 30% senken
  • Durch das Angebot der Online- und Telefonberatung haben wir unsere gefahrenen KM p.a. um über 25% reduziert. Dazu trägt bei, dass wir ein Büro in zentraler Lage betreiben, was Anfahrtswege optimiert und die Nutzung ÖPNV erleichtert
  • völliger Verzicht auf Kaffeekapseln, Plastiktüten, gebleichtes Hygienepapier, etc.

In unseren Gesprächen und Beratungen legen wir Wert darauf, diese Themen anzusprechen – proaktiv. Wir möchten einen Diskurs anregen und Sie in die Lage zu versetzen, sich entscheiden zu können. Welche Unternehmen arbeiten nachhaltig, welche nicht? Wo investiert die Allianz und wo nicht? Gibt es Möglichkeiten, bei der Auswahl der Anlagen innerhalb eines Produktes mitzuwirken? Und wir möchten Ihnen unsere Ideen abseits der Themen Vorsorge, Versicherung, Geldanlage und Immobilienfinanzierung näher bringen, Sie vielleicht sogar davon überzeugen, das ein oder andere selbst einmal auszuprobieren. In unseren neuen Räumen (BÜSCHgreen) weisen wir mehr oder weniger direkt darauf hin.Schauen Sie doch mal rein.

Was machen die eigentlich mit meinem Geld?

Die Aktie der Rheinmetall AG hatte 2017 einen Zuwachs von 60%, der DAX round about 4%. Diese Aktie wäre demnach eine gute Geldanlage gewesen. Doch möchten Sie in dieses Unternehmen investieren, einen der größten Waffenproduzenten des Landes? Warum hat die Ratingagentur Oekom Research trotz dieser Zahlen nur eine Note D+ übrig?Die Versuchung ist hoch, hier zu investieren. Wir sind der Überzeugung, Sie wollen und können dieser Versuchung widerstehen.

Viele Bürger investieren schon heute ganz selbstverständlich in unbedenkliche Anlagen. Ethische Anlagen allerdings sind freilich kein Renditeversprechen. Allerdings ist der Markt jung und Bluechips des DAX investieren seit Jahren in diesen wachsenden Markt. Die Anleger unserer europäischen Nachbarn sind hier schon weiter. In Werbeanzeigen wird unübersehbar für ESG konforme Anlagen geworben.

Was für „die Großen“ also längst normal ist, ist beim privaten Anleger in Deutschland noch nicht voll angekommen. Der Wunsch, Unternehmen wie die Rheinmetall AG, Nestlé, oder andere „Player“ nicht zu unterstützen, ist in vielen Köpfen klar. Der Schritt, das eigene Handeln danach auszurichten nicht. Das liegt weniger am Einzelnen selbst, sondern daran, dass die Informationen schlicht nicht vorhanden sind, die Optionen nicht sichtbar.

Aktuell handelt man, betrachtet auf den Umsatz privater Anleger in nachhaltige Investments, antizyklisch. Gehen Sie voran, profitieren Sie mittel- und langfristig von einer in Zukunft steigenden Nachfrage.

Schauen Sie sich hier um, kommen Sie vorbei, oder rufen Sie uns an – fragen Sie uns, was die Allianz Ihnen hier bieten kann.

Beispiel: Der Stiftungsfonds Nachhaltigkeit (WKN: A0F416 / ISIN: LU0224473941), unser weltweit anlegender Mischfonds berücksichtigt ökologische und soziale Faktoren bei der Investmentauswahl.

Wir erwarten Sie

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